Karikierte Hunde

Es gab bei Steiff natürlich noch mehr Hunde die weil sie Helden waren in Plüsch gearbeitet wurden. Die Bekanntesten sind sicher Bonzo 1922, Pip ab 1927 und Putzi ab 1932 karikierte Hunde, die erst im Comic oder Buchform und später als Plüschtier die Phantasie anregten.



Pip der als Comicfigur ab 1919 allerhand Abenteuer mit stehts überraschendem Ausgang bestreiten musste, gehörte genau wie Putzi zu der Kindercomicwelt in den 20er/40er Jahren.
Pip ist die Erfindung von Bertram J. Lamb und Austin Browen Payne. "Pip, Squeak and Wilfred" erscheint als Beilage "The Children's Mirror: Uncle Dick's Letter" im Daily Mirror. Die Comicserie beschreibt die Abenteuer des ungleichen Trios Pip (Hund), Squeak (Pinguin) und Wilfred (Kaninchen), schwarzer Humor inbegriffen. In England konnte der Steiff Pip lange nicht verkauft werden, man stritt um die Urheberrechte.



Putzi ist die Erfindung von Joachim Rohde, der ab 1930 mehrere Kinderbücher mit Putzi und den Freunden Fritz, Hanni und Rabe Kolk herausbringt. Putzi wurde von Fritz Lattke gezeichnet.
Putzi ist ein junger noch sehr naiver Hundewelpe der für kleine Streiche meist sehr hart bestraft wird. Für jene Zeit in der man Kinder mit Strenge und Härte und wenig Liebe erzog auch schon starker Tobak. 
Auf dem amerikanischen Markt gab es Putzi als Katze, "Putsy Cat".


Das Ende eines perfekten Tages Postkarte                            Little Bonzo Replika                                Bonzo 1928 (Nr. 5422)
Bonzo

1912 zeichnete der Künstler George E. Studdy (23. Juni 1878 bis 25. Juli 1948) der unter Vertrag von "The Sketch" stand, jede Woche eine Seite mit Comiczeichnungen. Hie und da tauchte ein kleiner Hund in seinen Zeichnungen auf. 

Der kleine rundliche Hund begann seine Karriere 1922 als Hauptakteur in England.
George E. Studdy schuf den damals noch namenlosen Hund "The Studdy Dog" mit weißem Fell, braunen Flecken und blauen Augen. Zu Anfang fand man den Kleinen auf Postkarten, Zigarettenbildchen, Illustrierten, als Postermotiv, mechanisches Spielzeug, Puzzel, Kalender, Aschenbecher, Kerzenhalter, Bonbons und in Bilderbüchern.

Am 22. November 1922 wird der kleine Hund offiziell auf den Namen Bonzo getauft. Schon früh gab es Bonzo in verschiedensten Ausführungen.

Erst 1924 entstand eine Zeichentrickfilmserie in 26 Folgen, zu dieser Zeit noch als schwarz- weißer Stummfilm. Diese Zeichentrickfilme waren die ersten und einzigen erfolgreichen Zeichentrickfilme der Stummfilmzeit  aus England.

Auch als Werbefigur macht Bonzo 1925 in den USA eine gute Figur, er bewirbt dort den Radioapparat Crosley Pup. Er trägt auf dem Werbeplakat Kopfhörer, als solches ist er im Smithsonian Museum in Washington D.C. zu bewundern.

Steiff hatte Schwierigkeiten den Steiff Bonzo von Studdy, der die Alleinrechte an Bonzo hatte, genemigen zu lassen. Er lehnte den ersten Entwurf ab. Paul Steiff der einen Einwand gegen die Ablehnung richtete und weitere Prototypen herstellen ließ, fand dennoch keine Gnade vor Studdy's Augen.
Steiff stellte über 100 Prototypen auch mit Schweizer Musikwerk her die nicht in den Handel kamen.

1928 kommt schließlich die Steiff Bonzoette, ein Pupphund, in den Handel.   

1932 entstand aus diesen Zeichnungen ein Buch "The Great Big Midget Book".
Ab 1933 erscheint jedes Jahr ein Jahres-Buch mit den gesammelten Bonzo Zeichnungen. Bis in die 50er Jahre werden diese Zeichnungen in Buchform vereröffentlicht. Als Studdy 1948 stirbt, zeichnen andere Künstler die Geschichten rund um Bonzo weiter.


2009 kommt die erste Bonzo Replik (lim. 750 St.) in streng limitierter Auflage auf den Markt. 2011 folgt dann die kleine Ausgabe des Bonzo als Little Bonzo (lim. 1.500 St.) 



Cheerio
der lächelnde Hund. 1928 bis 1930/31 findet man ihn in der großen Steifffamilie. Er ist ein Junghund mit großen, blauen bzw. braunen Augen, großem Kopf und dickem Bauch. Cheerio ist eine Kreation von Steiff die sich auf den Bonzo stützt. Denn als die Rechte für den Bonzo an die Firma Chad Vally gingen, suchte und fand man eine gute Alternative. In vier Ausführungen war er zu haben, stehend aufwartend oder mit Schweizer Musikwerk.

Es gibt ihn nur noch sehr selten, vermutlich weil er trotz seiner niedlichen Ausstrahlung nur selten gekauft wurde.

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Update 09. September 2021

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