Über mich

Ich kam  relativ spät zum Steiff sammeln!

Natürlich hatte ich als Kind einen Teddybären! Einen kleinen 18 cm großen Teddy in Mohair mit Gumminase, Filzpfoten, Holzwollstopfung, Scheibengelenken und Glasaugen. Ich bekam ihn von meiner Mama zu meiner Geburt.
Kein Teddy von Steiff! Er ist schon sein ganzes Leben bei mir und hat schon viel durchgemacht, im Lauf der Zeit hat er ein Auge verloren, im Mohair waren irgendwann auch mal die Motten, er wurde überall mit hin geschleppt lag auch mal im Regen. Fuhr mit mir in Urlaub und flog auch schon mit mir nach Florida.
Saß lange Jahre auf meinem Schreibtisch und verschwand in den letzten Jahren hin und wieder in der Vitrine, wenn er nicht gerade auf dem Bücherbord saß und laß.

Obwohl er schon immer da war, war er nie mein Lieblingsbär. Das war immer schon Teddy, einen Bären in Kunstplüsch mit weicher Wattefüllung, Druckstimme (die immer noch funktioniert), Scheibengelenken, spitzer weißer Schnautze, rundem Bauch und rostrotem Pelz. Meine Mama brachte ihn von einem Einkauf mit, als ich noch keine zwei Jahre alt war. Sie sammelte Rabattmarken in der Drogerie und gab damals die ganzen Marken für den Teddy. Er wurde gebadet, geküsst und geliebt und die Jahre haben ihm zugesetzt, aber immer noch ist er der schönste Teddy auf der ganzen Welt.

Im zarten Alter von zwei Jahren begeisterte ich mich schon für die Fauna unseres Erdballs. Meine Eltern hatten bereits vor meiner Geburt einen einen Wellensittich. Das liebe Tierchen konnte seinen Namen und unsere Adresse aufsagen er war Mamas Liebling. Meinen Vater zog es da mehr in die Unterwasserwelt und er nannte schon in seiner Jugend ein Aquarium sein eigen. Mich zog es mehr zu den kuscheligen Vierbeinern wie Hund und Katz. Wobei ich gleich auf taube Ohren bei meinen Eltern stieß. Einen Hund durfte ich nicht haben und eine Katze konnte ich wegen der Fische nicht haben. Es ist ja bekannt das Katzen Fische fressen, umgekehrt soll es auch schon vorgekommen sein!

 

                  

Meine Tante war es schließlich die mir an der Taufe meines Brudes 1970 einen Hasen von Steiff schenkte (Floppy Hansi), "Der macht keinen Dreck und frisst kein Brot." Leider wurden ihm Brustschild und Fahne entfernt, damit das Kind mit ihm spielen konnte. Früh verlor er seine Seidenschleife die ich ihm gerne an- und auszog.
Hansi lag immer auf meinem Bett, wurde überall mithin geschleppt, fuhr mit in den Urlaub ins Allgäu. Verbrachte jahrelang in einem Spielzeugkarton, bis ich ihn 2002 wieder entdeckte als ich Kisten für den Flohmarkt packte. Fast schon lieblos legte ich ihn in meinem Kleiderschrank auf die Hutablage. Dort lag er bis 2009, als ich mich auch für Steiffhasen begeisterte, verließ er den Schrank. Nun liegt er wieder auf meinem Bett, denn ich betrachte ihn nicht als Sammelobjekt.

Lebende Tiere waren aber einfach faszinierender, also beschränkte ich mich auf die heimische Fauna und schleppte, Kaulquappen, Frösche, Eidechsen und
Blindschleichen an. Reptilien und Amphibien waren bald meine große Leidenschaft und wurden schließlich auch zu meinem Beruf.
Mit dreizehn Jahren kaufte
ich auf dem Wochenmarkt meine erste Schildkröte. Nachdem diese eines Morgens von meiner Mama im Kleiderschrank entdeckt wurde, meine Mutter einen Anfall von Schrei- Schlag- und Brüllwut bekam, ich Hausarrest bekam und "Willie" Schildkröte ein großes Terrarium bekam, hatte jeder etwas bekommen von dem er träumen konnte.

Von Sammlern und Jägern

Sei es nun ob man Geld oder Gegenstände sammelt, viele sammeln "Freunde" in sozialen Netzwerken, andere sammeln Anerkennung. Immer, in allen Bereichen des Lebens sammeln oder jagen wir. Keiner kann sich davon frei machen, es liegt uns im Blut.
 
Ich fing an Schildkröten aus Ton, Metall und Glas zu sammeln. Auch einige Steiff-Schildkröten gerieten so in meine Hände.

Im Lauf der Jahre kamen weitere Schildkröten dazu, bis ich 1985 bei den amerikanischen und asiatischen Sumpfschildkröten hängen blieb. Ich fing an Seminare über Haltung, Ernährung und Pflege abzuhalten, was mich nicht davon abhielt diese Tiere auch zu züchten. Bis 1994 beriet ich Menschen aus aller Herren/Frauen Ländern wie die sensiblen Panzerträger artgerecht gepflegt werden.

Bald (1994) war ich mit dem Steiff-Virus infiziert und las alles was ich über Steiff in die Finger bekam. Ich kaufte 1995 meinen ersten Bären für 116,- DM. Lange war er der einzige Bär in meiner kleinen Sammlung.

2000 entdeckte ich meine Faszination zu Steiff-Hunden, Rehen und Affen, mein Sammelgebiet erweiterte sich. 

Ich werde oft über den Wert meiner Steiffsammlung gefragt. Dabei mache ich mir darüber die wenigsten Gedanken.
Nun könnte ich mir von dem investierten Geld nach 20 Jahren einen Kleinwagen kaufen. Immerhin, es soll ja Spaß machen und nicht wehtun!

Ein Bekannter sagte mir erst kürzlich, nachdem er den Bericht in "Die Welt" online gelesen hatte, ich sollte mich doch sozial engagieren anstelle tote Dinge zu sammeln. 
Nun lebe ich nicht nach dem Motto: Tu Gutes und sprich darüber. Gutes kann man auch im Verborgenen tun.
Auch ist es nicht mein Bestreben anderen zu gefallen, ich lebe so wie es mir gefällt und tu damit keinem weh.
Das sollten auch jene beherzigen die uns Sammler mit Unverständnis und Neid entgegen treten.


Wer von uns möchte nicht im Steiffarchiv stöbern und als Nostalgiker den Geist der Nostalgie einatmen? Ich wär jedenfalls dazu bereit!

 

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Update 20. Oktober 2020

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